Arne Steenbock interviewt Hossein Zolfaghari

Das Interview führte © Arne Steenbock / Fotos: © claus hinz (Bilder zum Verößern anklicken)

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Arne: Hossein, die Sommerpause neigt sich dem Ende entgegen. Ist der SC Egenbüttel bereit für eine neue Saison in der Landesliga?

Hoss: : Auf jeden Fall. Fast alle Mann haben das sorgfältig ausgetüftelte Trainingsprogramm unserer Trainer voll durchgezogen. Und das hatte es in sich. Ich denke, dass wir alle konditionell auf einem sehr guten Stand sind und uns in dieser Kategorie vor keinem in dieser Liga verstecken müssen.

Arne: Der Kader des SCE hat sich gut wie überhaupt nicht verändert. Andere Teams mussten einen kräftigen Aderlass hinnehmen und stehen teilweise vor einem kompletten Umbruch. Kann sich das als Vorteil für Euer Team erweisen?

Hoss: : Das stimmt. Aber das zeichnet halt den SCE aus. Bei uns spielt keiner des Geldes wegen sondern um Spaß und Erfolg mit einer jungen Truppe zu haben. Ich denke schon, dass wir dadurch einen gewissen Vorteil haben werden! Wir haben nun die dritte Saison den fast gleichen Kader und uns immer nur auf bestimmten Positionen verstärkt- wie auch in diesem Jahr. Da ist eine Truppe zusammengewachsen wovon andere nur träumen können. Bei uns passt einfach alles und unser Umfeld und die Sponsoren wachsen und wachsen!

Arne: :Da alle vier Absteiger aus der Hamburg-Liga in die Hammonia-Staffel eingeteilt wurden, gilt die Liga als noch stärker als im Vorjahr. Wie schwer wird es für den SCE die sehr gute Platzierung der letzten Saison zu wiederholen?

Hoss: : Eine gute Platzierung ist natürlich auch dieses Jahr wieder unser Ziel. Und ich denke, dass dies auch machbar sein wird. Da wir leider im letzten Jahr immer wieder Punkte gegen vermeintlich schwächere Gegner verloren haben freue ich mich auf viele Topspiele und Derbys am Moorweg, die sicher noch mehr Fans anziehen werden. Gegen die vermeidlich schwereren Gegner spielt es sich für uns einfacher. Trotzdem wird das eine sehr schwere Serie werden.

Arne: :Im Testspiel gegen den Oberligisten Altona 93 hielt der SCE erstaunlich gut mit, eine 1:3-Niederlage gegen einen zwei Klassen höher spielenden Verein kann sich sehen lassen. Kann Egenbüttel am Ende sogar in den Aufstiegskampf eingreifen?

Hoss: : Das stimmt. Unser System hat gegen Altona super funktioniert und macht Mut für die neue Serie. Auch gegen diesen Gegner konnte wir beweisen, dass wir konditionell und spielerisch gut drauf sind.

Aufstiegskampf! Das wäre natürlich ein Traum, an dem wir alle arbeiten! Wir würden nicht nein sagen wenn es so sein sollte. Allerdings ist diese Mission eigentlich erst für die nächsten Jahre geplant.

Hoss Arne: :Wie siehst Du allgemein die Entwicklung des jungen Teams? Wohin führt der Weg der Mannschaft – plant man am Moorweg auf lange Sicht höherklassig?

Hoss: : Ja, genauso sieht es aus. Ich denke das sollte unser Ziel sein. Buchholz hat es uns vor zwei Jahren vorgemacht und mit einer eingespielten jungen Truppe den Aufstieg geschafft. Und da ich schon etwas länger am Moorweg spiele als viele meiner Mitspieler, konnte ich die Entwicklung sehr gut verfolgen. Man kann sehen, dass alle Spieler viel dazu gelernt haben. Und zwar auf und neben dem Platz. Und das Gute ist, dass einige noch Luft nach oben haben. Zudem wächst unser Umfeld durch die vielen fleißigen Helfer im Hintergrund und die uns unterstützenden Sponsoren immer weiter. Was alleine Ralf Palapies und sein Trainergespann in einem Jahr an Luxus an den Moorweg gebracht haben ist mindestens Hamburg Liga tauglich!

Arne: :Wer gilt für Dich als Top-Favorit für die oberen Plätze? Sind es allein die vier Absteiger oder kann wieder ein Team wie zuletzt Harburg überraschen, mit dem vor der Saison niemand gerechnet hat?

Hoss: : Weit vorne müsste eigentlich der TSV Wedel liegen. Bei diesem Kader wäre es eine Katastrophe wenn der sofortige Wiederaufstieg nicht geschafft wird. Zudem sehe ich auch den TSV Uetersen vorne mit dabei. Bei den beiden anderen Absteigern muss man schauen, wie diese mit einer komplett neuen Truppe Fuß fassen. Da kommt wieder das Thema mit der Eingespieltheit. An eine richtige Überraschung wie es bei Harburg der Fall war glaube ich nicht wobei man ein Auge auf Blankenese und Teutonia werfen sollte. Zudem wird der Tus Holstein und der SV Eidelstedt wie immer im oberen Drittel zu sehen sein. Und wer weiß, vielleicht schafft auch einer von den Beiden den Sprung nach oben.

Arne: :Wie groß ist die Enttäuschung bei der zweiten Mannschaft, die als Meister der Kreisliga den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hat, dass der Verband das Team ausgerechnet in die Süd-Staffel eingeteilt hat? Der Protest wurde bekanntlich abgelehnt – hat man als Spieler/Trainer Verständnis für so eine Entscheidung?

Hoss: : Sie war riesengroß und dämmte erst einmal die große Freude über den Aufstieg ein. Allerdings wurde uns allen schnell klar, dass wir das akzeptieren müssen. Nun werden wir das Beste daraus machen und versuchen so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Auch dort bin ich guter Dinge. Allerdings sind die Fahrten zu den Auswärtsspielen nun extrem weit geworden ! Wir fahren jetzt das Prinzip „jetzt erst recht !“

Arne: :Die erste und zweite Mannschaft trainieren in Egenbüttel zusammen, nur eine Klasse unterscheidet beide Mannschaften. Ein deutlicher Vorteil gegenüber anderen Teams, wo die zweite Garnitur teilweise in der Kreisklasse spielt?

Hoss: : Definitiv! Das Egenbüttler Prinzip hat voll und ganz hingehauen.

Bei uns gibt es keine erste und auch keine zweite Herren Mannschaft. Wir sind ein großes Team, in dem jeder mal hier und mal dort spielt. Das bestimmt letztendlich jeder für sich selbst bzw. durch seine eigene Leistung oder Anwesenheit. Hat man Rückstand zu den Anderen, wird dieser in unserer Reserve wieder aufgeholt. Und deswegen ist auch dies ein Vorteil. Jeder kann mit jedem zusammen spielen. Wir sind ein großes Team.

Arne: :Ein Tipp zum Schluss – wo stehen die beiden SCE-Teams am Ende der neuen Saison – bzw. wo würdest Du Dir wünschen, dass sie stehen?

Hoss: : In der Bezirksliga sollte das Ziel sein so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben und dann einen einstelligen Tabellenplatz anzustreben.
In der Landesliga sollte das Ziel sein besser abzuschneiden als letztes Jahr. Klar wird das bei den neuen Mannschaften die dazu gestoßen sind schwierig aber ich sehe das als eine Herausforderung, die wir lösen werden!

Das Interview führte © Arne Steenbock / Fotos: © claus hinz (Bilder zum Verößern anklicken)

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